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Leinenführung — die ersten Schritte
Warum Ziehen am Anfang normal ist und welche zwei oder drei Dinge wirklich helfen.

Wenn ein Hund zieht, liegt das selten an "Dominanz" oder schlechter Erziehung. Hunde laufen schneller als wir, finden draußen sehr viele Dinge interessanter als unser Gesicht — und wenn Ziehen sie schneller dorthin bringt, lernen sie genau das.
Leinenführigkeit ist also nicht in erster Linie ein Gehorsamsthema, sondern ein Lernthema.
Drei Dinge, die in den ersten Wochen funktionieren
1. Konsequent stehenbleiben, sobald die Leine straff wird
Die Leine ist straff → es geht nicht weiter. Die Leine ist locker → es geht weiter. Klingt simpel, ist es auch — aber nur, wenn du das jedes Mal durchhältst. Inkonsequent angewendet ist diese Regel verwirrender als gar keine Regel.
2. Der Hund darf entscheiden, wohin
Eine kurze Phase pro Spaziergang, in der du dem Hund folgst, wenn er an lockerer Leine geht. Das wertet das Mitlaufen massiv auf — Schnüffeln und Mitentscheiden sind für Hunde sehr belohnend.
3. Tempo runter
Die meisten Halter laufen am Anfang viel zu schnell. Wenn du einen Schritt langsamer wirst, hat der Hund mehr Spielraum, ohne in die Leine zu rennen.
Was du nicht brauchst
Halsbänder mit Einwirkung, Sprüh-Halsbänder, Ruckeln, "Anschiss". Das sind Werkzeuge gegen Symptome, nicht für Lernen — und sie machen den Spaziergang für beide ungemütlicher.
Realistisch
Sechs bis zwölf Wochen, in denen du das im Alltag durchziehst, machen einen sehr großen Unterschied. Aber: ein junger Hund, der aufgeregt ist, zieht trotzdem manchmal. Das ist kein Rückschlag, das ist ein Tag.


